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Wasserdampfdurchlässigkeit


Von der in der Regel höheren Raumtemperatur zur niedrigeren Außentemperatur entsteht ein Dampfdruckgefälle, das sich durch Diffusion auszugleichen sucht. Ein Außenanstrich darf den Wasserdampf aus dem Gebäudeinnern nicht aufhalten, da er sonst abgedrückt würde (Blasenbildung). Außenanstriche müssen deshalb wasserdampfdurchlässig sein. Neben dem Feuchtigkeitsschutz gegen Wasser von außen ist die gleichzeitig geforderte Wasserdampfdurchlässigkeit die zweite entscheidende bauphysikalische Größe für einen Anstrich. Nach EN ISO 7783-2 wird sie mit der Wasserdampf-Diffusionsstromdichte oder dem sd-Wert angegeben. Je kleiner der sd-Wert, desto höher ist die Wasserdampfdurchlässigkeit. Silikatfarben haben zwar eine einzigartige Wasserdampfdurchlässigkeit, sind dagegen aber weniger wasserabweisend als Dispersionsfarben, die ihrerseits wiederum weniger wasserdampfdurchlässig sind. Der Feuchtigkeitsschutz kann durch hydrophobierende Zusätze verbessert werden, die Wasserdampfdurchlässigkeit über die Pigmentierung erhöht werden. Siliconharzfarben haben die vergleichsweise höchste wasserabweisende Wirksamkeit bei gleichzeitig hoher Wasserdampfdurchlässigkeit. Siehe auch Wasserdampfdiffusion.

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